Altarraum der Stadtkirche mit Cranach-Altar
Wittenberg
Marktplatz mit Blick auf die Stadtkirche St. Marien
Wittenberg
Die Wittenberger Altstadt ist ein einzigartiges Freilichtmuseum. Erleben Sie Weltgeschichte bei einem Bummel durch den historischen Stadtkern, in dem die steinernen Zeitzeugen wie Perlen aneinandergereiht sind.
Weithin sichtbar erhebt sich der 88 Meter hohe Schlosskirchturm aus der Silhouette Wittenbergs.
Eher unscheinbar erhebt sich neben dem Turm das eigentliche Schloss, an dessen südlichem Flügel sich ein weiterer Turmbau befindet. Abgeschlossen wird das Gebäude an der Nordseite von der weltberühmten Schlosskirche, an deren Tür Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen anschlug.
Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt die Schlosskirche einer Erneuerung in den Jahren 1883 bis 1892. Dabei wurde der Innenraum der Kirche vollkommen neu nach historischen Aufzeichnungen gestaltet und der Schlosskirchturm errichtet.
In der Kirche haben Martin Luther und Philipp Melanchthon ihre letzte Ruhe gefunden.
1187 wird die Pfarrkirche St. Marien erstmals urkundlich erwähnt. Um 1280 entstand der heutige Altarraum und sein südliches Seitenschiff errichtet.
Zwischen 1412 und 1439 wurde das Langhaus durch die dreischiffige Halle ersetzt und die Türme gebaut. Die Stadt- und Pfarrkirche St. Marien zu Wittenberg ist als Bürgerkirche die Predigtkirche der Reformatoren Martin Luther und Johannes Bugenhagen.
Hier wurde der Gottesdienst zum ersten Mal in deutscher Sprache gefeiert und das Abendmahl erstmals in „beiderlei Gestalt“, in Brot und Wein, an die Gemeinde ausgeteilt. Hier werden seit 1535 die ersten Ordinationen der evangelischen Pfarrer durchgeführt. Die Kirche ist damit die Mutterkirche der Reformation.